Festmeile Erlanger Straße

Am 9. Mai wurde der Tag der Städtebauförderung mit einem bunten Nachbarschaftsfest gefeiert.

Foto: Birgit Leiß

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Das Fest in der Erlanger Straße hat mittlerweile Tradition und wäre vermutlich auch dann gut besucht, wenn es regnen würde. Das tat es zum Glück an diesem Samstag nicht und so vergnügten sich wieder zahlreiche kleine und große Menschen bei Live-Musik, Spiel und netten Gesprächen. Am Nachmittag waren viele Familien unterwegs. Für die Kinder war einiges geboten. Bei Stelzenlaufen und Seilspringen mit der Ludothek global, Malen mit einem Künstler aus der Nachbarschaft Malen und Basteln mit den Stadtteilmüttern kam keine Langeweile auf. Der Verein Yekmal, der auf dem Boddinspielplatz die Boddinbox betreibt, hatte eine Buttonmaschine mitgebracht.

Vielfältig wie der Kiez

Das Kiezfest ist eine Initiative aus der Nachbarschaft. 2022 hatte der Inhaber des Café Sandmann, Helmut Graeber, zusammen mit einigen Stammgästen die Idee dazu. Der Platz unter der Linde an der Erlanger- /Ecke Reuterstraße, war nämlich 2007 mit Mitteln der Städtebauförderung umgestaltet worden. Auch diese Initiative war vom Café Sandmann ausgegangen.„Wir haben diesmal 23 Stände, fast alles gemeinnützige Vereine aus dem Kiez“, sagte Mitorganisator und Anwohner Eberhard Mutscheller. Er freute sich, dass das Fest so gut besucht war, von ganz unterschiedlichen Menschen. „Vielfältig wie der Kiez eben“, meinte er. Bereits um 16 Uhr wurden über 350 Personen gezählt. Ebenfalls erfreulich: es hat noch nie Beschwerden aus den umliegenden Häusern wegen Lärm gegeben. Organisatorisch habe alles super geklappt, auch dank vieler fleißiger Hände, berichtete Eberhard Mutscheller. Die Kerngruppe, die das Fest vorbereitete, besteht aus 6 Personen und ist mittlerweile ein eingespieltes Team. So hat sich beispielsweise Christian Hoffmann vom Pyramidengarten wieder um die Genehmigungen und Absperrungen gekümmert. Andere haben beim Aufbau geholfen, das Bühnenprogramm organisiert oder Kuchen gebacken. Aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagement Flughafenstraße gab es auch in diesem Jahr einen Zuschuss für Sachmittel.

Essen aus aller Welt

An den Markt- und Infoständen konnten man gebrauchte Kleidung und Bücher erstehen, mit den Vereinen und Einrichtungen ins Gespräch kommen und sich leckeres Essen schmecken lassen - von Bratwurst bis Falafel mit Taboulé. Einige Familien aus der Nachbarschaft verkauften selbstgebackenen Kuchen und Salate. Die Neuköllner Begegnungsstätte aus der Flughafenstraße hatte eine riesige Platte mit Gewürzreis vorbereitet und die Frauen aus dem Kultur- und Solidaritätsverein Rize aus der Boddinstraße rollten unermüdlich Gözleme.

Am späteren Nachmittag verlagerte sich das Geschehen immer mehr vor die Bühne, wo Blues- & Rock’n Roll-Bands sichtlich Spaß an ihrem Auftritt hatten. Das übertrug sich auch aufs Publikum. Es wurde mitgesungen, mit den Füßen gewippt und getanzt.

Die Erlöse wurden in diesem Jahr an „Ärzte ohne Grenzen“ gespendet. Das Geld ist für Opfer des Krieges im Sudan bestimmt.