Bei der Flughafenkiezolympiade gab es nur Gewinner*innen

Bei der Flughafenkiezolympiade gab es nur Gewinner*innen

Beim Sportfest auf dem Tempelhofer Feld am 12.September konnten 450 Schüler*innen verschiedene Sportarten ausprobieren, darunter auch einige, von denen sie noch nie gehört hatten.

„Och nö, so viel laufen!“ maulten einige Jugendliche, als sie gemeinsam mit ihren Lehrer*innen vom Albert-Schweitzer-Gymnasium zum Tempelhofer Feld marschierten. Doch dann ließen sich die meisten mitreißen von der Begeisterung, mit der Aktive aus verschiedenen Vereinen ihre Sportarten präsentierten. Die ehrenamtlichen Trainer*innen spielten mit ihnen Volleyball und Jugger, zeigten ihnen erste Fechtschritte und assistierten beim Balancieren auf einer zwischen Bäumen gespannten Leine. Slacklining heißt diese Trendsportart. Zum ersten Mal mit dabei: die Parkour Akademie, die sich dem neuen Trendsport Parkour verschrieben hat. Hier geht es vor allem um die Freude an der Bewegung. Die Schüler*innen hüpften über Paletten und klettern mit Hilfestellung der beiden Trainerinnen senkrecht einen Baumstamm hoch, um dann eine Rolle rückwärts zu machen. Dazu gehörte schon ein wenig Mumm.


Eine Medaille für alle
Vormittags waren die Schüler*innen aus der Hermann-Boddin-Grundschule dran. Am Schluss, beim gemeinsamen Lauf der Grundschulklassen, wurden die letzten Reserven mobilisiert. Schließlich wollte jedes Kind eine Medaille bekommen. „Ist die echt?“ wollte ein Mädchen wissen. „Klar“, meinte ihre Lehrerin. „Eine echte Anerkennung dafür, dass ihr so toll mitgemacht habt.“ Der Nachmittag gehörte dann den Großen aus dem Albert-Schweitzer-Gymnasium.


Ball spielen im Rollstuhl
Als Hit erwies sich – wer hätte das gedacht – Wheel Soccer, eine Mannschaftssportart, die im Rollstuhl gespielt wird. Am Anfang war es zwar ein bisschen peinlich und vor allem ungewohnt, im Rollstuhl zu sitzen und den Pezzi-Ball zu schlagen, doch dann hatten die Jugendlichen sehr viel Spaß. „Total krass“ und „obercool“ fanden das die Jungs und Mädchen. Wheel Soccer können Fußgänger*innen und Rollstuhlfahrer*innen, ganz im Sinne der Inklusion, gemeinsam spielen, zum Beispiel beim Verein Pfeffersport.


Workout statt Daddeln
Bei der Kiezolympiade, die in diesem Jahr zum siebten Mal stattfand, geht es darum, die Kinder und Jugendlichen für den Vereinssport zu begeistern. „Wir möchten ihnen vor allem Sportarten vorstellen, die sie noch nicht kennen“, erklärt Birgit Funke von bwgt e.V. Der Verein organsiert das alljährliche Sportfest. Sich nach der Schule mal so richtig auszupowern hält fit, trainiert Teamgeist und Konzentrationsfähigkeit und nebenbei kann man auch noch soziale Kontakte knüpfen.
Die Flughafenkiezolympiade wird im Rahmes den Projektes „Sport- und Gesundheitsförderung in öffentlich nutzbaren Räumen im und um den Flughafenkiez“ über das Programm Soziale Stadt gefördert